Ich bin eine Perle

November 8th, 2012 | Artikel von Angela Lienhart in Aktive erzählen - (0 Kommentare)

Besuch – Dienst ist, dass wir den Leuten ein Stück Welt und Menschlichkeit in das Zimmer bringen. Man muss auf ältere Menschen eingehen. Mein persönlicher Zugang zu den Menschen ist individuell – wie unterschiedlich Menschen sind. Es ist eine Herausforderung, sich auf Menschen einzulassen. Es ist ja jeder Mensch einzigartig. Aber man lernt viel dazu. Ihre Wünsche einigermaßen zu erfüllen. Ihnen zuzuhören, wenn sie von ihrem Leben erzählen, wenn wir es auch schon kennen. Ihnen das Gefühl zu geben, dass man sie braucht. Meiner Dame habe ich die Fingernägel gefeilt, weil ihre Leute weder Zeit haben noch daran

denken, dass es wichtig ist. Dafür bin ich eine Perle für meine Dame. Zeitung vorlesen, was so in der Welt passiert. Spazieren gehen, so lange sie in einem Rollstuhl sitzen können. Kleine Aufmerksamkeiten bringen -  ein paar Blumen, Lebkuchen, Schoko oder Obst. Was man klein schneiden kann und füttern. Es sind so kleine Dinge, die das Leben lebenswert machen. Für meine Dame ist der Besuch-Tag ein Feiertag, da kann sie alles anbringen, was sie zu sagen hat. Ich höre gerne zu. Wenn sie Ansprache haben, bleiben sie auch geistig fit.

Ich hatte eine Dame im WACH_KOMA. Als ich anfing, sie zu betreuen, hatte sie immer die Augen zu. Durch mein regelmäßiges Kommen und Vorlesen  war sie auf meine Stimme aufmerksam geworden. Auf einmal sah sie mich an. Letzte Zeit schaute sie schon immer auf die Tür. Sie wusste genau den Tag, wenn ich komme. Die Augen haben nur so gestrahlt .War eine schöne Erfahrung für mich. Bin auch nicht mehr die Jüngste, aber es macht Spaß, immer was dazu zu lernen. Gehöre zu den Menschen, die immer eine Aufgabe haben müssen. Es ist gut, dass wir Menschen so verschieden sind.

 Fuckar Sieglinde

 

5 Frauen aus Nestelbach

Oktober 4th, 2011 | Artikel von missa in Aktive erzählen - (0 Kommentare)

Unser Ehrenamt im Pflegeheim Nestelbach bei Graz

Wir sind 5 Frauen aus der Pfarre Nestelbach, die 1 Mal pro Woche den Bewohnern des Pflegeheims Nestelbach einen Besuch abstatten.

Es war uns schon immer ein Anliegen, die Heimbewohner, die oft schon im hohen Alter oder krank sind und oft keine Angehörige mehr haben, zu besuchen und, soweit noch möglich, mit ihnen etwas zu unternehmen.

Wir haben vor allem Zeit für Gespräche, haben stets ein offenes Ohr für ihre Sorgen und freuen uns besonders, dass die älteren Menschen mit uns noch lachen können.

Auch halten wir die alten Bräuche hoch und pflegen zum Beispiel das Palmzweigebinden oder die Kräutersegnung.

1 Mal im Monat findet eine Heilige Messe statt, die wir mitgestalten.

Unser größter Lohn ist, wenn sich die Heimbewohner freuen, mit uns lachen und fragen, wann wir wieder kommen können.

Falls Sie mit uns einen Besuch machen möchten, dann freuen sich Burgi, Resi, Maria, Elfi und Maria

Gedanken einer Freiwilligen

Oktober 4th, 2011 | Artikel von missa in Aktive erzählen - (0 Kommentare)

 

Immer wieder kommen mir Gedanken, wie wird es mir einmal ergehen, wenn ich in ein Heim komme, das Bett nicht mehr verlassen kann, auf das Essen warten muss.

Werden mich meine Kinder besuchen kommen, oder die Verwandten, damit ich nicht ganz alleine bin?

Viele Gedanken dieser Art gehen mir durch den Kopf.

Um nicht den Kontakt mit der Außenwelt zu verlieren und ein wenig Freude und Spaß den Bewohnern zu bringen, gibt es den freiwilligen Besucherdienst.

Zu dieser Gruppe gehöre ich.

Zweimal in der Woche besuche ich ältere Menschen im Heim. Erzähle ihnen z.B. wie es in meinem Garten aussieht, das Unkraut schneller wächst als der Salat und die Nacktschnecken ihre Freude daran haben alles neu gepflanzte wieder zu verzehren, während ich hier sitze und plaudere …..es fällt mir immer wieder etwas Neues ein und der Lohn ist ein Lächeln und viele gute Ratschläge.

Gespräche wie es einmal früher war, die erste Liebe, Kinder, Beruf und Krankheiten über alles mögliche wird geplaudert, wollen es auch von mir wissen.

Für mich sind die Stunden die ich mit lieben alten Menschen verbringen darf eine große Bereicherung. Und die Freiwilligen für die Heimbewohner.

Eine Freiwillige

Schreiben auch Sie!

Oktober 3rd, 2011 | Artikel von missa in Aktive erzählen - (0 Kommentare)

Erzählen Sie hier von Ihren eigenen Erfahrungen als AktiveR.

Sie helfen damit Interessierten einen Einblick in die Tätigkeit als ehrenamtlicher Begleiter von SeniorInnen zu vermitteln.

Schreiben Sie einfach Ihre bunte Erzählung nieder und senden diese entweder per email an office@bunteblaetter.com Betreff: „Aktive Erzählen“ oder per Post an BUNTE BLÄTTER, Albert-Schweitzer-Gasse 36, A – 8020 Graz.

Wir freuen uns von Ihnen zu hören.